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GESCHICHTE

Laut einer alten Überlieferung, für die es bisher noch keine objektive Bestätigung gibt, waren es Mönche aus Cassino, die das erste Kloster erbauen ließen. Nach derselben Quelle, die von Don Rocco Cinollo in einer Niederschrift aus dem Jahr 1924 aufgezeichnet wurde, verließen die Mönche aus Cassino Levanto vor dem 15. Jahrhundert, vielleicht aufgrund von Mangel an Mitgliedern.

Gegen Ende des 16. Jahrhunderts siedelten die Augustinereremiten von Punta Mesco in die Gegend von Porta dell'Acqua, im Inneren des Ortes, um, wo sie ein Grundstück mit zwei kleinen Häusern erwarben (oder von der Stadtobrigkeit oder von einem Wohltäter zur Verfügung gestellt bekamen), um dort ein Kloster und eine Kirche zu errichten. Der Komplex wurde Mitte des 17. Jahrhunderts fertiggestellt, und zu Beginn des 19. Jahrhunderts, in der Zeit der napoleonischen Herrschaft, wurde er an der Gemeinde Levanto übertragen, welche das erste Stockwerk in ein Krankenhaus und das zweite in Schulräume und Gemeindebüros umwandelte. Im Jahr 1840 wurde das Gebäude für den Bau der Eisenbahn teilweise abgerissen, und von 1912 bis 1913 wurde es komplett restauriert und in einen Kindergarten und ein Krankenhaus umgewandelt.

Im Laufe der Sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts wurde das ehemalige Kloster im Zuge der Umsiedlung des Krankenhauses nach Madonna della Guardia in ein Altenheim umgewandelt. Bis 1998 wurde es als solches genutzt, dann begann man mit den Umstrukturierungsarbeiten, die aufgrund des Gesetzes zum Heiligen Jahr (und zum Teil durch die Gemeindeverwaltung) finanziert wurden. Das Gebäude beherbergte Pilger im Heiligen Jahr 2000, und in einigen Räumen wurden Dauerausstellungen über die Geschichte Levantos im Mittelalter eingerichtet. Der Hörsaal im Westteil des Gebäudes verdient besondere Erwähnung.
Im Verlauf der 1998 begonnenen Arbeiten und in der vorausgehenden Phase der Voruntersuchungen sind einige interessante Dinge aufgetaucht, die hier kurz aufgeführt werden sollen.
Im ersten Stockwerk befindet sich eine bemalte Holzdecke und eine kleine Loge, die wahrscheinlich beide aus dem 15. Jahrhundert stammen, in einer der vorbereitenden Skizzen für die Darstellungen ist - wenn auch nur schwer zu entziffern - eine Szene zu erkennen, die sich vielleicht auf den Hafen von Levanto bezieht sowie eine Reihe von Keramikfliesen, die eine Widmungsinschrift an Papst Julius II bilden.

Im Erdgeschoss befinden sich ein tunnelartiger Korridor, quer verlaufend und ungefähr in der Mitte des Gebäudes befindlich, genauso lang wie das Gebäude selbst, der ist auf beiden Seiten von Spitzbogenportalen aus Peridotit durchbrochen wird; ein für die Lagerung von Salz genutzter Raum mit Innenwänden, die dem 13. Jahrhundert zugeordnet werden können sowie einige Teile der Kirche aus dem 17. Jahrhundert. Dem Besucher wird empfohlen, auf die bemalte Holzdecke zu achten, die in der ersten Etage aufgetaucht ist und komplett restauriert wurde. Es handelt sich vermutlich um eine unter kunsthistorischen Gesichtspunkten wichtige Entdeckung, besonders wegen der Zeichnungen auf den wichtigsten tragenden Balken, in denen Jagdszenen dargestellt sind.